Der NABU bietet wieder einen Samstag im Oktober für den Tausch von Gartenstauden an. Diese krautigen und ausdauernden Pflanzen bereichern unsere Zier- oder Gemüsegärten. Sie kommen jedes Jahr auf’s Neue in all ihrer Schönheit aus den winterharten Wurzeln und Knollen heraus und erfreuen uns mit ihrer bunten Vielfalt. Sie nutzen die warmen Monate, um ihre Wurzeln zu vergrößern und sich weiteren Platz zu verschaffen. Da ist es im Herbst an der Zeit, sie in ihrer Ausbreitung zu zähmen. Das können wir einfach durch das Abstechen der Wurzeln im äußeren Bereich mit einem Spaten. Wer vorsichtiger mit den Pflanzen umgehen will, legt einen Teil der Wurzeln frei und arbeitet dann mit einer Handschaufel die gewünschten Teile ab.
Neben den sogenannten Prachtstauden wie Gartenmohn und Mädchenauge, Rittersporn, Phlox oder Pfingstrose gibt es auch eine ganze Menge verschiedener Wildstauden, die in unserer Landschaft ausdauernd blühen und den Insekten einen reichhaltigen Tisch decken von den ersten Frühlingstagen bis in den späten Herbst hinein. Sie sind oftmals essbar und haben Heilwirkungen. Dazu gehören zum Beispiel die Schafgarbe oder das Weidenröschen, auch Staudenfeuerkraut genannt. Die Schafgarbe enthält ätherische Öle, Gerbstoffe und Antioxidantien. Ihre gehackten Blätter verfeinern Salate und Gemüsebrühen, die Blütenstände geben Kuchen und Desserts ein feines Aroma. Die jungen frischen Blätter des Weidenröschens geben einen an Vitamin-C reichen Salat und die süßen Wurzelstöcke können als Gemüse zubereitet werden.
Viele dieser Wildstauden passen gut zu den Pracht- und Zierstauden und werden wegen ihrer Anpassungsfähigkeit immer beliebter. Sie trotzen der Trockenheit und Hitze, sie blühen noch, wenn viele andere blühende Stauden schon den Kopf hängen lassen. Sie müssen allerdings auch im Zaume gehalten werden.
Über das Tauschen von Stauden auch ins Gespräch zu kommen und über eigene Erfahrungen zu berichten, ist uns ein Anliegen. Vielleicht taucht auch die eine oder andere Besonderheit oder Seltenheit auf?
Wir freuen uns über eine rege Teilnahme.


